Aktion – Eure Briefe

Zitate aus den Briefen die mich täglich erreichen:

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Aber wie soll man andere stets in ihrer Existenz helfen, wenn ich als alleinerziehende Mutter von drei Kindern bei diesem Verdienst selbst um meine Existenz bangen muss.“, Martina S.

„Dennoch tut es weh, mehr als 50% des Nettolohns für die Miete ausgeben zu müssen. Nach Abzug meiner Versicherungen und sonstigen Verpflichtungen bleiben mir von meinem Gehalt keine 200€ zum Leben.“, Mutter und Physiotherapeutin Karin G.

„Es ist skandalös, dass wir als Heilmittelerbringer, die wir so massgeblich an der Gesundheit vieler Menschen mitwirken, und dies aus vollem Herzen und mit großem Einsatz, selber so verheizt werden.
Auch das Verordnungsverhalten der Ärzte finde ich besorgniserregend – und sie verschreiben aus Angst vor Regress wesentlich weniger, denn natürlich ist der Bedarf bei den Patienten groß, der Gewinn, wenn sie zu uns kommen, sehr groß, und unsere Arbeit höchstqualifiziert und durch jahrzehntelange Erfahrung ausgezeichnet.“
Susanne K. Stimm-.Sprach- und Körpertherapeutin

„Also harkt das Ganze an einer anderen Stelle. Und dort muss angesetzt werden!
Ich fordere von der Politik und den Krankenkassen faire Löhne, die Abschaffung von Regressen und Budgetierung und eine gesicherte Zukunft der Heilmittelerbringer!“ Annika F. Logopädin

Ja, wir Physiotherapeuten sind am Limit, deutschlandweit. Beruflich und privat“… „Als alleinerziehende Physiotherapeutin mit einer 11- jährigen Tochter kämpfe ich jeden Tag ums Überleben. Finanziell, physisch und psychisch…“ Physiotherapeutin Stephanie P.

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„Physiotherapie ist seitdem meine Passion, ich liebe meinen Beruf, aber an manchen Tagen hasse ich ihn regelrecht! Das liegt nicht an schweren Patienten, teuren Fortbildungen, wenig Freizeit oder schmerzenden Händen, sondern vielmehr an den Umständen rund um unseren Berufsstand. Die stetig wachsende Bürokratie, die schlechte Bezahlung und die viel zu kurzen Therapiezeiten sind nur einige der Dinge, die mich in letzter Zeit oft genug zweifeln lassen, meine Passion aufzugeben und etwas ganz anderes zu machen.“ Johanna M. Physiotherapeutin

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„In dieser ganzen Zeit habe ich eine Stundenlohnerhöhung von 0,50€ bekommen (von 13€ auf 13,50€ bei 25min Takt). 0,50€. Und das nicht, weil mein Chef uns klein hält oder selber auf großem Fuß lebt. Im Gegenteil. Mein Chef verkündet mit Tränen in den Augen das es ihm leid tut, dass er uns nicht mehr geben kann weil es einfach nicht drin ist.“ V.S. Physiotherapeutin

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„Liege nach einem 9Stunden Arbeitstag flach & frage mich mal wieder-Ein Job für Idealisten? Andere würden für mein Gehalt garnicht erst aufstehen…“ Gunnar H. Physiotherapeut

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„1. Behandlungen werden von der Krankenkasse nicht bezahlt, weil ein (vom Arzt falsch ausgestelltes) Rezept nicht korrekt ausgefüllt ist!

Lymphdrainage Fortbildung kostet ca. 1400€ und wird schlechter bezahlt als eine KG, die jeder Anfänger nach dem Examen durchführen darf!

Von 2200€ brutto kann in der Großstadt keine Miete bezahlt werden und später von der Rente nicht gelebt werden!

Praxisinhaber bekommen keinen Nachwuchs, da der Verdienst zu gering ist. Die Patienten keine kurzfristige Behandlung, da es zu wenig Therapeuten gibt!

Wir Physiotherapeuten streiken nicht, weil es auf Kosten unserer Patienten geht und nicht, weil wir so zufrieden mit der Situation sind!“  Kirsten A.

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„Ich liebe meinen Beruf, bin aber wie so viele Kolleginnen und Kollegen auch oft genug frustriert. Zum einen über den geringen Lohn – den meine Chefin durchaus mit den gestiegenen Preisen angepasst hat – zum anderen über die Bürokratie und Willkür der Krankenkassen. Ich habe den Eindruck, dass von uns erwartet wird unfehlbar zu sein.“ Lucia S. Physiotherapeutin

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„Für all das werde ich nicht bezahlt. Es gibt keinen Abrechnungsposten für „bürokratischen Blödsinn“ oder „Fehler von anderen korrigieren“, auch nicht für „Inkasso für die Krankenkasse“ oder „Hilfe bei der Statistik“ (Indikationsschlüssel werden von den Kassen beispielsweise dafür benutzt, um herauszufinden, wie viele „Wirbelsäulenbeschwerden mit kurzfristigem Behandlungsbedarf“ behandelt wurden.“ Modesta K. aus Remchingen-Nöttingen

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„Schneller als erwartet hat uns der Fachkräftemangel auch in Bayern erreicht. Unsere Vergütungen liegen im Vergleich zu den meisten anderen Bundesländern zwar an der Spitze, sorgenfrei leben und vor allem fürs Alter vorsorgen kann man davon jedoch nicht…“ Cora W. Logopädin

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„Mit bedauern aber größtem Interesse und zustimmendem Nicken gefolgt von Wut und Verzweiflung habe ich Ihren Brandbrief gelesen.“ Linett K.

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„Die wirtschaftliche Situation meiner Praxis hat sich in den letzten 10 Jahren um ein Vielfaches verschlechtert. Die Arbeitsbelastung ist durch den irrsinnigen Bürokratiewahnsinn von Seiten der Krankenkasse enorm gestiegen“ Berit G. Logopädin

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13 Neuaufnahmen-nur 4! Verordnungen waren korrekt ausgestellt!!!

-BG VO: der Beginn kann kein einziges Mal bei irgendeiner VO in den letzten 3 Monaten eingehalten werden.

Jede BG VO muss geändert werden!

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-WS2a mit Elektro verordnet: FAX

-ErstVO statt FolgeVO ausgestellt: FAX

-KG und KGG parallel mit gleicher Diagnose verordnet: FAX

-Entlassmanagement nicht durchführbar, völlig realitätsfremd mit den Vorgaben! Patient direkt zum Arzt geschickt für reguläre VO

– FolgeVO statt a.d.R. ausgestellt, Ärzte weigern sich auf a.d.R. zu ändern, Patienten haben kein Verständnis, warum wir nicht mit der Behandlung beginnen! Diskussion

-desöfteren beim Arzt angerufen, um späteren Beginn zu korrigieren: erhebliche Zeit in der Warteschleife, alternativ: FAX

-spät.Beginn vom Arzt = Rezeptausstellungsdatum: FAX

-BVB sofort a.d.R. ausgestellt: (warum muss hier eigentlich der Regelfall durchlaufen werden? Welchen Grund gibt es für diese Regelung?): FAX

-zwischen all dem Bürokratiewahnsinn eine weinende Patientin am Telefon gehabt: sie braucht dringen MLD, hat große Schmerzen – doch niemand kommt!!!!!!! Wir sind die 19. Praxis, die sie anruft!

(Wir können auch nicht kommen, da die Entfernung zu unserer Praxis ca. 15 km = 40 min Fahrtzeit mit den Öffentlichen beträgt – KK-Vergütung GKV für Hausbesuch pauschal 12,65€)

-5 Absetzungen der Zuzahlung, obwohl uns die Befreiung längst vorliegt.

(Warum wissen wir das VOR der KK bzw. deren Abrechnungszentrum?)

WIR müssen den Befreiungsausweis an die Abrechnungsstelle der KK schicken: FAX

-Absetzung von 4 Terminen KG ZNS, da eine Unterbrechung von mehr als 14 Tagen vergessen wurde mit Urlaub des Patienten zu begründen.

Ok, also alles neu einreichen, Geld für die völlig korrekte und fachlich qualifizierte Leistungserbringung erfolgt damit 10-12 Wochen nach der Leistungserbringung!!! FAX“ Uli L.

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„Unser bürokratischer Aufwand, finanzielle regelmäßige Belastungen sowie die vor allem sehr schlechte Vergütung seitens der Krankenkassen, bringt mich als Inhaber regelmäßig am Monatsende in Existensnöte! Altersrückstände zu tätigen fällt schwer, die Altersarmut klopft an die Tür! Es ist nicht einfach, so weiter die Zukunft der Praxis und die der Angestellten Kollegen halten zu können!!!“ Frank S. aus Kiel

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