Zwischenstand der an der Alice Salomon Hochschule (ASH) durchgeführten Studie zur aktuellen Situation der Therapeut*innen in Deutschland

Heute teilten uns Frau Prof. Dr. Heidi Höppner und Frau Dr. Eva-Maria Beck den aktuellen Zwischenstand der systematischen Untersuchung der Brandbriefe mit.

Die persönlichen Berichte der Therapeut*innen konnten dabei in verschiedene Kategorien eingeteilt werden:

  • Subjektive Sicht auf die Berufsausübung als Therapeut*in
  • Finanzielle Situation
  • Arbeitsbedingungen
  • Öffentliche Wahrnehmung und Rolle im Bildungs-und Gesundheitssystem
  • Aktuelle Situation der Fachkräftesicherung und –ausbildung
  • Hinweise auf  Versorgungsqualität  aufgrund  der  aktuellen  Situation  der Therapeut*innen

Die bisher ausgewerteten Beispiele belegen die Brisanz der Situation in jeder dieser einzelnen Kategorien, besonders drastisch jedoch auch im Zusammenhang und im Hinblick auf die Patientenversorgung. So werden schon in diesem Zwischenbericht Hinweise auf Fehl- oder Unterversorgung gegeben, aber auch von teils lebensbedrohlichen Situationen, z.B. in der Schlaganfallversorgung, berichtet. Sehr deutlich wird herausgestellt, dass bei anhaltend schlechten Rahmenbedingungen weitere Schritte zur „Flucht“ aus den Berufen vollzogen werden, wodurch sich die Patientenversorgung erheblich verschlechtern wird.

In der weiteren Analyse wird nach zusätzlichen Anhaltspunkten  für diese Kategorien gesucht und sie  in  Beziehung zueinander gesetzt. Zudem  wird  der Fokus  der  Studie auf  das  Erfassen  von berufsspezifischen  Details gelegt  und  Veränderungs- und  Lösungsvorschläge aus  der  Praxis werden systematisiert. Mit der Endauswertung und dem abschließenden Bericht ist im Oktober zu rechnen.

Der uns vorliegende Bericht umfasst 10 Seiten und wird von uns in Absprache mit den Autorinnen nicht veröffentlicht, sondern ausschließlich für persönliche Gespräche und Pressekontakte genutzt.

Wir verweisen schon jetzt auf die für Oktober/November 2018 geplante öffentliche Vorstellung der Endauswertung an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.

Diese Studie wird erstmals, auch aufgrund der großen Datenmenge, die Situation der Therapeut*innen in Deutschland detailliert und systematisch belegen und einen wertvollen Beitrag für die weitere berufs- oder gesundheitspolitische Diskussion leisten.

Unser besonderer Dank gilt daher schon jetzt Frau Prof. Dr. Höppner und Frau Dr. Beck und jedem einzelnen Autor der Briefe, ohne die diese Arbeit nicht möglich gewesen wäre.