Bundesweite Therapeutenbewegung – Protestaktion in über 70 Städten angekündigt

Am 25.08. ruft die Aktionsgruppe „Therapeuten am Limit“ zur bundesweiten #kreideaktion in Deutschland auf. Damit demonstrieren Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten, Podologen und Diätassistenten gegen die sich rapide verschlechternde Versorgung von Patienten. Diese bekommen zunehmend schwieriger freie Termine bei ihren Therapeuten. Nicht alle bisherigen Leistungen wie Hausbesuche oder die Lymphdrainage können noch ausreichend abgedeckt werden.

Grund hierfür sind die verheerenden und unattraktiven Rahmenbedingungen der Therapeuten. Geringe Vergütungen durch die Krankenkassen, hoher Bürokratischer Aufwand und fehlende Arbeitskräfte verschärfen die Situation der Heilmittelerbringer weiter drastisch und nötigen zunehmend mehr Kollegen zur Praxisschließung.

Aktuell liegt das durchschnittliche Bruttogehalt für eine Vollzeitstelle in Deutschland bei ca. 2200€. Der aktuelle Aufwand durch die bürokratischen Vorgaben der Krankenkassen wird durch die Vergütungen nicht honoriert und kostet eine durchschnittliche Praxis ca. 56 Arbeitstage pro Jahr. Für alle freien Praxen zusammen bedeutet das ca. 1 Milliarde € Verlust. Durch praktikablere und praxisnahe Lösungen, könnten die Therapeuten wieder ihrer eigentlichen Profession nachgehen.

Bei der #kreideaktion malen Therapeuten den Schriftzug „Therapeuten am Limit“ auf öffentliche Wege und Straßen, um mit Passanten über ihre Situation ins Gespräch zu kommen. Dass die Not deutschlandweit sehr groß ist, zeigt sich in der bisherigen Organisation. Innerhalb weniger Wochen haben sich über 70 Orts- und Regionalgruppen gebildet. Diese planen den Protesttag bei sich vor Ort. Die bundesweite Protestbewegung geht auf die Aktion von Heiko Schneider zurück, der zu Beginn des Jahres mit dem Fahrrad von Frankfurt am Main nach Berlin gefahren ist um seinen und 1000 weitere Brandbriefe Jens Spahn zu übergeben. Denn die schlimmen Bedingungen für die Heilmittelerbringer durch die Krankenkassen gefährden nicht nur deren Zukunft, sondern auch die Grundversorgung der Bevölkerung mit notwendigen Heilmitteln vor Ort.

#kreideaktion #therapeutenamlimit #spahnistamzug #SofortprogrammTherapieberufe

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Therapeuten lassen sich nicht ernten

Unter dem Hashtag #tributevonSpahnem protestieren die Heilmittelerbringer im Rahmen der mittlerweile bundesweiten Bewegung von „Therapeuten am Limit“ aus Ergotherapie, Podologie, Logopädie und Physiotherapie. Sie kämpfen gegen die schlechten Rahmenbedingungen der Branche und gegen das aktuelle öffentliche Vorgehen des Gesundheitsministers Spahn.

Dieser lädt am 13.09. zu einem Gesprächsgipfel mit den Berufsverbänden der Therapeuten ein. Zusätzlich möchte er mit der Basis ins Gespräch kommen und hat einen Videowettbewerb ausgerufen. Aus den Videos mit den meisten „likes“ werden Gesprächspartner gesucht.
Dieser Wettbewerb stellt einen respektlosen Vorgang gegenüber ca. 1000 Brandbriefen von Therapeuten dar, welche im Bundesgesundheitsministerium seit Monaten vorliegen.

Protestaktivisten haben unter dem Hashtag #tributevonSpahnem ein Video erstellt, das die Protagonisten in ihrem Distrikt (Wohnort) mit den Worten Heiko Schneiders zeigt: „Wir waren viel zu lange am Limit und damit ist ab heute Schluss!“. Zusätzlich demonstrieren die Akteure mit der berühmten Widerstands-Geste aus dem Film „die Tribute von Panem“.

Als Reaktion auf dieses Video des Widerstands drehen mittlerweile immer mehr Kollegen eigene Protestvideos oder Fotos mit der „Widerstandsgeste“ und stellen diese ins Internet.

#tributevonSpahnem #spahnistamzug #therapeutenamlimit #kreideaktion #SofortprogrammTherapieberufe

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Bundesgesundheitsministerium mit respektlosen PR – Wettbewerb

Das Bundesgesundheitsministerium hat heute anlässlich des Treffens zwischen Herrn Jens Spahn und den Heilmittelverbänden am 13.09.2018 zu einem Videowettbewerb aufgerufen unter dem Motto: #therapeutenamzug.
Anhand von likes sollen die Gewinner als Vertreter der Basis eingeladenwerden.
Herrn Spahn liegen aus der Aktion „Therapeuten am Limit“ über 1000 Brandbriefe der Kolleginnen und Kollegen aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie vor. Alle schildern die zum Teil dramatischen Umstände ihres Berufslebens. Zudem gibt es eine sehr erfolgreiche Petition #ohnemeinenphysiotherapeuten, die an viele Videos von Heilmittelerbringern gekoppelt ist.
Das Team von Therapeuten am Limit ist der Meinung, dass Herr Spahn auf genügend „Gesichter“ der Basis zurückgreifen kann.
Diese aktuelle PR Nummer ist ein respektloser Vorgang.

„Therapeuten am Limit“ nehmen an solch einem Wettbewerb nicht teil.

Aus dem Leid der Kolleginnen und Kollegen darf kein Konkurrenzkampf entstehen.

Wir finden #spahnistamzug

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