Demo Wiesbaden – Landeshauptstadt Hessens mit Rennradtour nach Frankfurt – Hintergrundinfos

Wiesbaden ist die Landeshauptstadt in Hessen und bisher wurde sich dort über die Schulgeldfreiheit bei den Heilmittelerbringern kaum Gedanken gemacht. Dem Anschein nach wird abgewartet wie sich andere Bundesländer entscheiden oder eine bundeseinheitliche Regelung geschaffen wird. Im Hinblick auf die einbrechenden SchülerInnenzahlen und die Konsequenzen für die Praxen in Hessen ist dieses Verhalten nicht mehr hinnehmbar. Ein zu sorgloser Umgang mit der Fachkräftesicherung in den Therapieberufen wird spürbare volkswirtschaftliche Konsequenzen haben.

Save the Date: 29.05.2019 Uhrzeit: 9:00 Marktplatz zwischen Rathaus und Marktkirche

Nach einer kurzen Ansprache von SchülerInnen und SchuleiterInnen werden eure Forderungen an Kristina Jago, Birgit Bernhard und ihr Team übergeben, das wir Euch im einzelnen nun vorstellen:

Kristina Jago, Bachelorabschluss in Physiotherapie, Masterabschluss in Klinischer Sportphysiologie und Sporttherapie

„Ich bin angestellte Physiotherapeutin und ich liebe meinen Beruf. Im 20-Minuten-Takt stelle ich mich auf Patienten mit ihren individuellen psychischen und physischen Problemen ein. Ich vermittle ihnen maßgeschneiderte Trainingsprogramme, die ich mir zwischen zwei Behandlungskabinentüren zurechtlege – mit dem Wissen aus sechs Jahren Studium und neun Jahren Berufserfahrung. Ich trage dazu bei, dass SportlerInnen ihre Lebensqualität wiedererlangen und die ältere Dame von nebenan weiterhin selbständig einkaufen gehen kann. Ich versorge Menschen, die im Büro tätig sind mit Wissen, das sie dazu befähigt, Rückenschmerzen vorzubeugen und auftretende Beschwerden mit Übungen selbst zu lindern – ohne einen Orthopäden aufsuchen zu müssen. Was ich mit meinem Protest erreichen möchte? Ich möchte mir guten Gewissens von meinem Gehalt eine sinnvolle betriebliche Altersvorsorge leisten können, weil meine gesetzliche Rente nicht einmal meine Grundversorgung abdecken wird. Weiterhin mache ich mir große Sorgen um unseren Nachwuchs der nicht nur aus diesen Gründen fern bleibt. Schulgeldfreiheit jetzt!!!


Oliver Harsy, Versicherungsfachmann in Frankfurt

„Ich bin seit vielen Jahren bei Physiotherapeuten in Behandlung und fühle mich dort besser behandelt als beim Orthopäden. Ich setze mich generell gegen ungleiche und unfaire Bezahlung ein. Beim Physiotherapeuten ist das Missverhältnis schon extrem und deshalb lohnt es sich, dafür einzustehen.“

Michael Haus

Michael Haus, Angestellter in der Medizintechnik

„Meine Motivation bei der Aktion mitzumachen: Ich bin davon überzeugt, dass es sehr sinnvoll ist, Alternativen zu konventionellen Behandlungsmethoden zu fördern und die Arbeit der Therapeuten wertzuschätzen – ihren Stellenwert in der Gesellschaft an den richtigen verdienten Platz zu rücken.“


Birgit Gigi Bernhard

Birgit Gigi Bernhard, Geschäftsführerin villa aktiv, Physiotherapeutin

„Ich bin seit über 25 Jahren mit Leib und Seele Physio und möchte meinen Mitarbeiter*innen endlich ein angemessenes Gehalt für ihr überdurchschnittliches Engagement zahlen können. Es kann nicht sein, dass wir keinen Nachwuchs mehr finden, weil die Bezahlung schlecht ist. Junge Kolleginnen steigen aus unserem Beruf aus und nehmen ein langes Medizinstudium auf, um in 8 – 10 Jahren endlich eine vernünftige Vergütung zu erhalten. Ich bin seit 20 Jahren selbstständig mit einer eigenen Praxis und sehe die Versorgung der PatientInnen stark gefährdet. Durch den Fachkräftemangel – ich könnte seit über eineinhalb Jahren sofort 1 -2 Therapeutinnen einstellen – haben wir in der villa aktiv seit einem Jahr einen Aufnahmestopp für neue Patientinnen.“

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