GKV-HIS: Neu ausgewürfelt

Nach unserem kritischen Bericht zu den wertlosen Zahlen des GKV-Heilmittelinformationssystems wurden die öffentlichen Berichte durch den GKV-Spitzenverband still und heimlich ausgetauscht. Lediglich der Hinweis „Datenstand 11.11.2021“ weist auf die Änderung in den Berichten des 2.,3. Und 4. Quartals 2020 hin.

Für das 4. Quartal wurden auf der Datenautobahn oder in Papierkörben der Büros noch insgesamt 44 Millionen Behandlungseinheiten im gesamten Heilmittelbereich gefunden, die dem Zahlenwerk flugs untergejubelt wurden. Allerdings verschwanden zugleich 71.000 Verordnungen und auch der Bruttoumsatz im Heilmittelbereich ging um 132.000 Euro zurück.

Auch im 3. Quartal wurden die Zahlen der Behandlungseinheiten massiv korrigiert.
In der Summe waren die Korrekturen so umfangreich, dass im ersten Jahr der Pandemie angeblich in der Physiotherapie nur ein kleiner Rückgang bei den durchgeführten Behandlungen von 3,5% im Vergleich zum Jahr 2019 zu vermelden ist.

In der Podologie hat die gesamte Pandemie scheinbar gar nicht stattgefunden. Hier stieg die Zahl der Behandlungseinheiten gar um 3,2%.

Offizielles Zahlenwerk still und heimlich so zu verwursten ist schon eine hohe Kunst. Respekt liebe GKV, aber die Zahlen bleiben jetzt erst recht so wertvoll wie Kaugummi am Schuh.
Das Projekt GKV-HIS ist reine Zeit- und Geldverschwendung. Aber das passt thematisch ganz gut, denn wir wollten uns sowieso gerade mal etwas genauer anschauen wofür die GKV so alles Geld ausgibt.

Euer Therapeuten am Limit Team