Neue Leistungsbeschreibung in der Physiotherapie

Seit dem 01.04.2021 sind eigentlich die neuen Verträge in der Physiotherapie in Kraft. Der Gesetzgeber hatte explizit den GKV-Spitzenverband mit der Veröffentlichung beauftragt. Scheinbar sieht man dort noch Hindernisse für eine Veröffentlichung oder ist grad anderweitig beschäftigt.

Wir fordern seit Langem Transparenz und werden nun stückweise alle Dokumente veröffentlichen. Uns ist klar, dass wir uns damit wieder nicht bei allen Beteiligten beliebt machen und müssen uns daher jeweils rechtlich absichern.

Hier findet Ihr die vom Schiedsgericht erlassene Fassung der Leistungsbeschreibung, die nach unserem Kenntnisstand von den Vertragspartnern konsentiert wurde und auch nicht Gegenstand einer Klage ist.

Inhaltlich werden wir uns zu den Veröffentlichungen vorerst noch nicht äußern, auch dies hat rechtliche Gründe. Offen gesagt sind wir jedenfalls von dem gesamten Verhandlungsprozess und dem Verhalten beider Vertragspartner mehr als irritiert.

Euer Therapeuten am Limit Team

Leistungsbeschreibung

Weitere Links zum Thema:

https://www.up-aktuell.de/themensammlung/thema-abrechnung/2021/05/gkv-therapie-im-blindflug.html

https://ifk.de/verband/aktuell/archiv-meldungen/einzelansicht/schiedsverfahren-ifk-und-vdb-physiotherapieverband-haben-gemeinsam-klage-eingereicht

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3 Antworten auf „Neue Leistungsbeschreibung in der Physiotherapie“

  1. Hallo Kolleginnen und Kollegen. Das war zu erwarten. Eine Mindestbehandlungszeit bei KG/MT von 20 Minuten. Generell sicher im Sinne der Patienten und Therapeuten. Ob die angebotenen +21% für eine Zeitausweitung ausgereicht hätten muss jeder einmal selbst ausrechnen. Das Hauptproblem ist aber, dass zukünftig das Einfordern der notwendigen Arbeitszeit mit Therapie und Therapienebentätigkeiten Aufgabe der angestellten Therapeuten vor Ort wird. Welcher Praxisinhaber wird freiwillig den 20 Minutentakt aufgeben? Dazu noch die aktuellen Hygienanforderungen durch die BGW. Der 20 Minutentakt ist tot, lange lebe der 30 Minutentakt!

    Ich kann nur hoffen, dass mit Hinblick auf den Fachkräftemangel die Kollegen eine gute Regelung mit ihren Arbeitgebern finden. Die Patienten und Kassen haben zukünftig einen Rechtsanspruch auf entsprechende Therapiezeit. Ein Augen zu und weiter so darf es in den Praxen nicht mehr geben.

    Nun ja. Das ist erst der Anfang. Der bundeseinheitliche Rahmenvertrag wird weitere Klopfer parat haben.

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