Schülerzahlen in der Ergotherapie 2007 bis 2017: Bald keine Ergotherapeuten mehr?

Die Abschaffung des Schulgeldes ist eine aktuelle Forderung der Heilmittelerbringer in den berufspolitischen Debatten.
Das Schulgeld stellt eine wesentliche und vor allem unattraktive Hürde für Jugendliche dar, um einen Beruf wie Ergotherapie zu erlernen.

Schülerzahlen in der Ergotherapie 2007 bis 2017

Die Abschaffung des Schulgeldes ist eine aktuelle Forderung der Heilmittelerbringer in den berufspolitischen Debatten.
Das Schulgeld stellt eine wesentliche und vor allem unattraktive Hürde für Jugendliche dar, um einen Beruf wie Ergotherapie zu erlernen. Die Zahlen aus diesem Bereich zeigen über eine Rückschau von 10 Jahren, dass die Schülerzahlen um 27% zurückgegangen sind. Um die Jahre 2012 bis 2014 scheinen sich die Schüler-Zahlen wieder zu stabilisieren. Man kann die Umstellung des Abiturs von G9 auf G8 und somit doppelte Abiturjahrgänge in dieser Zeit als einen „Stabilisator“ sehen.
Zudem zeigt eine Bevölkerungsanalyse der 17 – 24 Jährigen, welche typischerweise diesen Beruf erlernen, einen stabilen Wert von ca. 6 Mio Einwohner. Wenn die bisherige Reduktion der Schülerzahlen von 2007 bis 2017 im Durchschnitt pro Jahr als Grundlage und Fixwert weiter verfolgt wird, muss man für das Jahr 2028 eine Rückgang zum Jahr 2007 um 40% befürchten. Hinzu kommt der rückläufige Bevölkerungsanteil der 17-24 Jährigen im Jahr 2028 auf dann nur noch 5,1 Mio Menschen. Die jährlichen Aussteiger sind hier noch nicht berücksichtigt.
Auf Grund dieser Betrachtung ist es wichtig, die Ausbildung der Heilmittelberufe so attraktiv wie möglich zu gestalten. Die Schulgeldfreiheit und die Reformierung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sind wesentliche Bausteine.


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